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Stundensatz-Rechner

Rechner › Ratgeber

Stundensatz berechnen: Formel mit Beispiel

Die Grundformel ist einfach: Stundensatz = nötiger Jahresumsatz ÷ abrechenbare Stunden. Schwierig sind die beiden Zutaten.

1. Der nötige Jahresumsatz

Du startest beim Betrag, der dir zum Leben bleiben soll, und rechnest rückwärts alles dazu, was vorher abgeht:

  1. Wunsch-Netto × 12
  2. + Altersvorsorge und Rücklage für Ausfälle
  3. + Kranken- und Pflegeversicherung (als Selbstständige zahlst du beide Hälften)
  4. + Einkommensteuer, ggf. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer
  5. = Gewinn vor Steuern
  6. + Betriebskosten = nötiger Umsatz

2. Die abrechenbaren Stunden

Von 52 Wochen gehen Urlaub, Feiertage, Krankheit und Weiterbildung ab. Von der verbleibenden Arbeitszeit bezahlt dir nur ein Teil ein Kunde – der Rest ist Akquise, Angebote, Buchhaltung und Leerlauf. Mehr dazu: Wie viele Stunden kann ich abrechnen?

Beispiel mit den Standardwerten des Rechners

Wunsch-Netto2.500 € × 12 = 30.000 €
Altersvorsorge3.600 €
Rücklage 10 % vom Gewinn6.514 €
Kranken- und Pflegeversicherung (gesetzlich, kinderlos)14.135 €
Einkommensteuer 202610.889 €
= Gewinn65.138 €
+ Betriebskosten 400 € × 124.800 €
Nötiger Umsatz69.938 €
Abrechenbare Stunden (205 Tage × 8 Std. × 65 %)1066
Stundensatz65,61 €

Aus 2.500 € netto im Monat werden also gut 65 € pro Stunde. Wer nur „Wunschgehalt ÷ 160 Stunden“ rechnet, landet bei knapp 16 € – und arbeitet mit Verlust.

Was der Rechner vereinfacht

Er rechnet für eine ledige Person mit dem Grundtarif, ohne andere Einkünfte, ohne Gewerbesteuer und mit 100 % abziehbaren Kranken- und Pflegebeiträgen. Kinderfreibeträge, Ehegattensplitting und Vorauszahlungen sind nicht berücksichtigt.

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Quellen

Allgemeine Information, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Stand: November 2026